Unruhe

Nur das Wasser mit den Erinnerungen
der Nacht
wolltest du fortbringen
und du fandest Dich wieder
auf jenem zitternden Rad
ohne Hemmung und Sperrkegel, ohne Federhaus und
Zugfeder,
Nun schwingst du wild
bei jeder Erschütterung.

Aber niemand sieht Dich,
und die Zeit fließt
müde
und ohne Rhythmus.

Du siehst in der Ferne
nichts als den kommenden Tag.
Niemand kommt zu Dir
und Du gehst nicht fort,
Das schwappende Wasser wird schwerer
Und deine Welt ist so klein.

Du lachst nicht,
verlässt nicht die Unruh
und der einst große Kreis deiner Gedanken
zur Spirale geraten
mündet in Deinen letzten Tränen,
deren Grund du bereits verloren hast.